Frankfurter
Feuerwehr warnt Bevölkerung über Handy und Computer
Wer in Gefahrengebieten wohnt und
Katastrophen befürchtet, kann sich in Frankfurt per SMS oder Email von
der Feuerwehr warnen lassen. Dieses Angebot besteht im Rahmen
des Projekts «Katwarn» , welches als Pilotprojekt in Frankfurt
gestartet wurde und bald bundesweit Schule machen könnte.
Weil Frankfurt ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und Chemiestandort ist, wurde es ausgewählt für ein Pilotprojekt, bei dem die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe oder drohenden Gefahr schnell und weite Flächen deckend informiert werden kann. Die Informationen gehen über SMS an die Bürger, die sich für das Meldesystem angemelldet haben. Informiert wird an die Handys der Bürger oder an den PC per Email.
Mit ein Grund für die Einführung des Systems ist, dass so viele Sirenen abgebaut wurden, weil die Unterhaltskosten so hoch waren.Informationen bei Gefahren wurden bisher auch über den Rundfunk und per Lautsprecherwagen erteilt. Es besteht die Erwartung mit dem neuen System weitaus mehr Menschen ereichen zu können.
Erfinder des Warnsystems ist das Frauenhofer-Institiut für Software und Systemtechnik.
Langfristiges Ziel ist es, das Warnsystem bundesweit ein zu führen.
Das Angebot ist kostenlos und gilt nicht nur für Bürger, sondern auch für Behörden. Eine Anmeldung erfolgt über eine SMS mit dem Stichwort "KATWARN" und einer fünfstelligen Postleitzahl an eine Servicenummer (01637558842.)
Wenn dann in einem Postleitzahlen-Gebiet beispielsweise eine Bombe entdeckt wurde, wird in der SMS das Schlagwort «Bombenfund» übermittelt. Auch Handlunsganweisungen ("Gebiet verlassen") sind vorgesehen. Die Entwarnung soll dann ebenfalls über SMS erfolgen.
